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Basislehrgang akademische/r Experte/in

Der Basislehrgang im Überblick

Akademische/r Experte/in

Themenschwerpunkt im Lehrgang

Die Lehrgangsstufe I dient der Vermittlung und Erarbeitung eines Grundverständnisses, sowie der Prinzipien und Standards von Early Life Care als multiprofessionellem Fachbereich durch entsprechende Kombination von Fachwissen und Methoden sozialer Kompetenz.

Der ULG ermutigt die Studierenden zum interdisziplinären Austausch und fördert die professionsübergreifende Zusammenarbeit.

Der Basislehrgang hat einen Studienumfang von 66 ECTS und wird von max. 30 Studierenden besucht.

Themenbereiche im Lehrgang

  • Grundlagen: Biopsychosoziales Modell, Ethische Entscheidungsfindung
  • Entwicklung des Kindes: Fetale Programmierung, Entwicklung, Bindung
  • Eltern werden – geboren werden: Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Kindliche Entwicklung, 1. Lebensjahr, Palliative Care
  • Ganzheitliche Förderung: Frühe Hilfen, Gesundheitsförderung, Ernährung, Kindertagesbetreuung, Erzieherische Hilfen
  • Fachliche Handlungskompetenz: Beratung / Familie, Verhaltensbeobachtung, Diagnose und Therapie, Psychotraumatologie, Praktikum
  • Soziale Handlungskompetenz: Kommunikation/Professionen, Supervision/Coaching, Selbstreflexion
  • Fachliche Vertiefung: Alternativmedizin, Kommunikation, Stillen, Frühförderung, Palliative Care, Eltern-/Angehörigengespräche, Eltern-Säugling-Kleinkindtherapie, Ethische Entscheidungsfindung, Kinderschutz
  • Wissenschaftliches Arbeiten: Freie Themen, Projektarbeit, Abschlussarbeit, Case Report, Grant Writing

Abschluss

Nach erfolgreicher Absolvierung der Lehrgangsstufe I des Universitätslehrgangs „Early Life Care“ erhält die/ der Absolvent/in die Berechtigung zur Führung von folgendem akademischen Titel: „Akademische/r Experte/in für Early Life Care“.

Zielgruppen

Angeboten wird eine akademische, interdisziplinäre Weiterbildung für jene Berufsgruppen, die mit den Lebensereignissen „Schwangerschaft“, „Geburt“, „Eltern werden“ und „1. Lebensjahr“ befasst sind:

  • Mediziner/innen (Kinderärzt/innen, Gynäkolog/innen, Allgemeinmediziner/innen aus facheinschlägigen Einrichtungen)
  • Psycholog/innen, Psychotherapeut/innen, Philosoph/innen, Sozialwissenschaftler/innen, Seelsorger/innen
  • Hebammen, Geburtsvorbereiter/innen, Stillberater/innen
  • Beratungsberufe im Bereich „Frühe Hilfen“ (mit einschlägiger Berufserfahrung)
  • Physio- / Ergotherapeut/innen und Logopäd/innen
  • Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, Kinderkrankenpfleger/innen, Pflegewissenschaftler/innen
  • Pädagog/innen, Sozialpädagog/innen, Sozialarbeiter/innen

Voraussetzungen

Zulassungsvoraussetzungen zum Basislehrgang:

Für die Studierenden des Universitätslehrgangs gelten folgende Zulassungsvoraussetzungen:

 

  • Mindestens dreijährige Berufserfahrung im Bereich „Early Life Care“,
  • Aktuelle Beschäftigung im Bereich „Early Life Care“ und
  • Jeweiliger beruflicher Abschluss (Medizin, Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege, Hebamme, Psychologie, Pädagogik, Sozialpädagogik , Sozialarbeit, akademische Fachtherapie-Ausbildung etc.)

 

oder

 

  • Einschlägige Ausbildung im Bereich „Early Life Care“ auf der Basis Matura bzw. Abitur
  • Mindestens fünfjährige Berufserfahrung im Bereich „Early Life Care“
  • Aktuelle Beschäftigung im Bereich „Early Life Care“

 

Darüber hinaus gilt in jedem Fall, dass bei Einstieg in das Studium das 24. Lebensjahr erreicht sein muss.

In Ausnahmefällen ist es möglich, ohne Matura bzw. Abitur am Universitätslehrgang teilzunehmen, wenn – unter Berücksichtigung wissenschaftsbasierter absolvierter Aus- und Weiterbildungen – mindestens 15 Jahre Berufserfahrung nachgewiesen werden.

Studierende mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung dürfen keinerlei Benachteiligung im Universitätslehrgang erfahren. Es gelten die Grundsätze der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, das Gleichstellungsgesetz sowie das Prinzip des Nachteilsausgleichs.

Ziele

Ziele der berufsbegleitenden Weiterbildung bzw. des Universitätslehrgangs sind der fachlich interdisziplinäre Wissenstransfer, die Förderung multiprofessioneller Zusammenarbeit und die Qualifizierung für Führungsaufgaben in der Weiterentwicklung flächendeckender Begleitungs-, Beratungs- und Behandlungsangebote. Ein besonderes Interesse gilt Innovationen und Forschung für die Weiterentwicklung der Praxis.

Im speziellen verfolgt der Lehrgang folgende Ziele:

Auf berufspraktischer Ebene:

  • Weiterbildung (besonders in den Bereichen Qualifikation und multiprofessioneller Kommunikation) der unterschiedlichen Berufsgruppen so genannte Helfer/innen-Systeme, die dann eine wesentliche Funktion im Aufbau der Frühen Hilfen in Österreich übernehmen können

Auf gesellschaftspolitischer Ebene:

  • Verbesserung der Unterstützungsangebote im Hochrisikobereich
  • Verbesserung der Primärprävention
  • Bedarfsorientierte Begleitung von Schwangeren, Eltern und Familien, um hier eine Lücke im Bereich der perinatalen Gesundheitsversorgung zu füllen
  • Entwicklung von Perspektiven, die zu einer Verankerung von kooperativen, interdisziplinären Stützungssystemen führen und damit eine Verbesserung der Early Life Care Versorgung ermöglichen
  • Unterstützung der Entwicklung und Vernetzung eines abgestuften lokalen, regionalen und überregionalen Systems von mobilen Einrichtungen und überregionaler Kompetenzzentren, die mit multiprofessionellen und interdisziplinären Teams ausgestattet sind

Auf wissenschaftlicher Ebene:

  • Wissenstransfer zwischen den beteiligten Disziplinen
  • Austausch auf interdisziplinärer Ebene (Forschung, Erfahrung/Praxis, Medienpool)
  • Weiterentwicklung von Forschung und Lehre.

Gebühren

€ 2.380,- pro Semester
Informationen zur Anmeldegebühr folgen in Kürze!

Ratenzahlung ist nach schriftlicher Vereinbarung möglich

Hinweise zu Förderungen finden Sie hier

Lehrgangsleitung

Leitender Arzt des Sozialpädiatrischen Zentrum Landshut und der Neuropädiatrie am Kinder- und Jugendkrankenhaus St. Marien Landshut

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Überblick aller Dozent/innen im Lehrgang