Pädagogisches Leitbild

Das didaktische Konzept folgt grundlegenden und aktuellen Erkenntnissen der Lernpsychologie und Gerhinforschung. Dem ULG liegt folgendes Lernverständnis zugrunde:

  • Lernen als situativer Prozess
    Lernen findet im Erwachsenenalter situationsbezogen statt: Maßgebend sind die Situationen, aus denen die Lernenden kommen (Woran kann ich anknüpfen?) und in die sie wieder zurückkehren (Was ist nützlich?).
  • Lernen als aktiver und selbstgesteuerter Prozess
    Lernen ist kein passives Aufnehmen von vorgefertigten Inhalten. Dies führt lediglich zur Aneignung sogenannten "trägen Wissens". Die handelnde und reflektierende Aneignung des Wissens entspricht dem Lernen Erwachsener.
  • Lernen als konstruktiver Prozess
    Lernen ist kein Kopieren der Wissensbestände aus den Köpfen der Dozierenden. Erwachsene nehmen Neues überarbeitend auf, knüpfen es an Vorwissen und Vorerfahrungen an und selektieren es nach Erwartungen und Lernwünschen.
  • Lernen als Anschluss-Lernen
    Erwachsene müssen – um nachhaltige Lernprozesse verwirklichen zu können – neues Wissen an bestehende Wissensbestände anknüpfen können.
  • Lernen als emotionales Geschehen
    Es gibt kein Lernen ohne das emotionale System unseres Gehirns. Dieses angemessen zu berücksichtigen entscheidet über Lernmotivation oder Lernwiderstand bei den Teilnehmenden.
  • Lernen als sozialer Prozess
    Erwachsene lernen besonders gut im Austausch mit anderen. Deren Wissen, Erfahrungen und Rückmeldungen bringen den jeweils eigenen Lernprozess voran.
  • Lernen als Regelerwerb
    Aus Erfahrung bilden die Gehirne übergeordnete Regeln. Deswegen ist das erfahrungsorientierte Lernen - an Beispielen und Fällen aus der Praxis - zentraler Bestandteil des ULG.